Definition
Das Übersetzungsverhältnis, das durch das Endantriebsaggregat (typischerweise Tellerrad‑ und Pinion‑Zahnrad im Achsantrieb oder das Getriebesatz im Transaxle) zwischen der Kardanwelle bzw. Getriebeausgangs- und den Rädern bereitgestellt wird, ausgedrückt als Eingangsumdrehungen pro einer Ausgangsumdrehung (z. B. 3,73:1).

Prinzip

Prinzip
Das Ausgangsdrehmoment von Motor oder Getriebe durch die finale Reduktion multiplizieren, während die Drehzahl an den Rädern entsprechend reduziert wird; die Abtriebsübersetzung bestimmt die Drehmomentvervielfachung und beeinflusst Beschleunigung, Anhängelastfähigkeit und Höchstgeschwindigkeit in Verbindung mit Getriebeübersetzungen und Reifenumfang.

Demonstration

Demonstration
Ein Pickup mit einer Abtriebsübersetzung von 3,73 bedeutet, dass sich die Kardanwelle 3,73 Mal dreht, während sich ein Rad einmal dreht; verglichen mit 3,23 ergibt sich ein höheres Drehmoment an den Rädern und damit bessere Anfahr- und Zugfähigkeit, allerdings höhere Motordrehzahlen auf der Autobahn.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Die Abtriebsübersetzung mit dem Gesamtübersetzungsverhältnis zu verwechseln oder Änderungen des Reifendurchmessers nicht zu berücksichtigen, führt zu Fehleinschätzungen der Performance: Reifenänderungen verändern die effektive Abtriebsübersetzung und verfälschen Tacho- und Beschleunigungswerte.

Konsequenz

Konsequenz
Eine korrekte Wahl und Kenntnis der Abtriebsübersetzung führt zu vorhersehbaren Beschleunigungsmerkmalen, einer Übersetzung, die zu den vorgesehenen Last‑ oder Geschwindigkeitsbereichen passt, und zur richtigen Abstimmung auf das Motordrehmoment; falsche Wahl verschlechtert Verbrauch, Höchstgeschwindigkeit oder Anhängelastverhalten.

Umkehrung

Umkehrung
Eine 1:1‑Endübersetzung (Direktantrieb) bringt keine Reduktion in der letzten Stufe und überträgt das Getriebeausgangsdrehmoment direkt auf die Räder; solche Anordnungen erfordern stärkere Reduktionen stromaufwärts, um sinnvolles Radendrehmoment zu erzeugen.

Abgrenzung

Abgrenzung
Bezieht sich speziell auf die Reduktion, die vom finalen Getriebesatz oder Achsgehäuse angewendet wird; ausgenommen sind die einzelnen Getriebeübersetzungen, Differentialbauweisen (über das Übersetzungsverhältnis hinaus), Antriebsverluste und elektronische Drehmomentverteilungsmechanismen, die ebenfalls das Radendrehmoment beeinflussen.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Wird häufig mit dem Gesamtübersetzungsverhältnis oder der Getriebewahl vermischt; die Spannung liegt darin, ob Leistung über die einzelne Achsreduktion beschrieben wird oder als Produkt von Getriebe, Abtriebsübersetzung und effektiver Reifengröße.

Synthese

Synthese
Die Abtriebsübersetzung ist die Übersetzungszahl des Achsantriebs oder letzten Getriebeelements, die angibt, wie viele Eingangsdrehungen einer Radumdrehung entsprechen; sie ist ein vorrangiges mechanisches Mittel zur Einstellung der Rad-Drehmomentmultiplikation und der Geschwindigkeitscharakteristik eines Fahrzeugs in Kombination mit dem übrigen Antriebsstrang.