Definition
Ein tabellarisches Rückverfolgbarkeitsdokument, das lieferantenhergestellte Teile auflistet und jedes Teil mit seiner Revision den vollen Satz von Freigabekriterien, Belegen und dem aktuellen Konformitätsstatus zuordnet, wie vom beschaffenden Unternehmen und den anzuwendenden Vorschriften gefordert.
Prinzip
Prinzip
Bereitstellung einer einzigen, abgeglichenen Sicht auf die minimalen Belege und Entscheidungsfelder, die erforderlich sind, um zu bestimmen, ob ein Lieferantenbauteil zur Verwendung, Beschaffung oder Flugfreigabe freigegeben ist.
Demonstration
Demonstration
Demonstration: Eine Matrixzeile für Lager-123 Rev B enthält Lieferantenname, Lieferanten-Teilenummer, OEM-Teilenummer, Zeichnungsrevision, Chargennummer, Referenz des First Article Inspection (FAI)-Berichts, Materialzertifikate, Nichtkonformitätsfestlegungen, Ablauf-/Charge-Akzeptanzdatum, genehmigender Ingenieur und eine Spalte mit 'Konform/Konditional/Abgelehnt' mit Verknüpfungen zu den Belegdokumenten.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Die Matrix als Lieferschein verwenden oder Einträge zulassen, die Konformität behaupten ohne beigefügte Belege; oder die Matrix veralten lassen, indem Status nicht nach technischen Verfügungen, Lieferantenkorrekturen oder Nacharbeiten aktualisiert werden.
Konsequenz
Konsequenz
Korrekt gepflegt ermöglicht die Matrix schnelle Abnahmeentscheidungen, unterstützt Audits und Zertifizierungsnachweise, reduziert Nacharbeit und doppelte Anfragen an Lieferanten und stellt eine einheitliche Rückverfolgbarkeit von Teil zu Freigabenachweisen sicher.
Umkehrung
Umkehrung
Die umgekehrte Praxis sind mehrere unverbundene Aufzeichnungen (FAIs in unterschiedlichen Systemen, Materialzertifikate per E‑Mail, Festlegungen auf Papier), die Unsicherheit und wiederholte Anfragen an den Lieferanten erzeugen statt einer autoritativen Konformitätsübersicht.
Abgrenzung
Abgrenzung
Gilt für lieferantengefertigte Teile und Baugruppen, die einer formalen Freigabe (FAI, PPAP‑ähnliche Belege, Konstruktionsfreigabe) unterliegen und für diejenigen, die durch Qualitäts‑ oder Ingenieursvereinbarungen gesteuert werden; sie ersetzt nicht die Primärdokumente (Originalzertifikate, Prüfberichte) und ist keine Stückliste für die Produktionsplanung.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Wird oft mit einer Stückliste, einem Lieferantenfreigaberegister oder einer Audit-Checkliste verwechselt; die Matrix verknüpft dagegen einzelne Teilinstanzen und Revisionen explizit mit Freigabenachweisen und Statusinformationen, statt nur Teile oder Prozesse aufzulisten.
Synthese
Synthese
Eine gepflegte, belegsverknüpfte Tabelle, die alle Freigabekriterien, unterstützenden Dokumente und die aktuelle Disposition eines Lieferantenbauteils konsolidiert, sodass Ingenieur‑ und Qualitätsteams dessen Verwendbarkeit eindeutig bestimmen können.