Definition
Ein vorschreibender Satz von Methoden und Akzeptanzkriterien, mit denen bestimmt wird, ob das ADAS-Wahrnehmungssystem seinen beabsichtigten betrieblichen Zweck innerhalb des ODD und im Sinne der Stakeholder erfüllt. Validierung bewertet die Tauglichkeit für den Zweck mittels szenariobasierter Tests, Feldversuchen, statistischer Stichproben und ggf. Mensch-in-der-Schleife-Evaluierungen.

Prinzip

Prinzip
Validierung stellt die Frage: ‚Bauen wir das richtige System für den realen operativen Bedarf?‘ und legt deshalb Gewicht auf repräsentative Szenarien, End-to-End-Systemverhalten und Metriken, die an Nutzer- und Sicherheitszielen ausgerichtet sind, nicht nur an technischen Spezifikationen.

Demonstration

Demonstration
Ein Validierungsprotokoll, das ein repräsentatives Szenario-Korpus über städtische, vorstädtische und Autobahn-ODD-Abschnitte festlegt, Mindestexpositionszahlen pro Szenariotyp, geforderte Demografien für Fußgängerauftritte, Quoten für Umweltdiversität und Akzeptanzschwellen für Reduktion der Vorfallrate und Time-to-Detect unter realen Fahrbedingungen.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Nur synthetische oder laborbasierte Daten für die Validierung zu verwenden oder die Einhaltung von Komponentenanforderungen mit der Validierung der betrieblichen Tauglichkeit gleichzusetzen, wodurch auf Feld auftretende, emergente Fehlerfälle übersehen werden können.

Konsequenz

Konsequenz
Eine korrekte Validierung zeigt, dass das Wahrnehmungssystem bedeutende Sicherheits- und Nutzbarkeitsziele in den erwarteten Betriebsumgebungen erreicht und unterstützt Entscheidungen über Einsatz oder Nicht-Einsatz sowie Nutzerhinweise zu ODD-Grenzen.

Umkehrung

Umkehrung
Ausschließliche Verifikation der Einhaltung interner technischer Anforderungen ohne Bewertung der Wirksamkeit in der realen Welt oder der Nutzerwirkung.

Abgrenzung

Abgrenzung
Konzentriert sich auf systemebene, ODD-repräsentative Bewertung; schließt Low-Level-Konformitätstests und Fertigungsqualitätsprüfungen aus, kann deren Ergebnisse aber als Voraussetzungen nutzen.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Validierung versus Verifikation: Validierung zielt auf die Eignung für den beabsichtigten Einsatz in der Realität, Verifikation auf die Konformität mit spezifizierten Designanforderungen — beide sind notwendig, aber unterschiedliche Aktivitäten.

Synthese

Synthese
Ein Validierungsprotokoll operationalisiert die Frage der Zweckmäßigkeit, indem es repräsentative Szenarien, Expositionsniveaus und ergebnisorientierte Akzeptanzkriterien definiert, die zeigen, ob das Wahrnehmungsverhalten die beabsichtigte Sicherheit und Funktionalität im Feld liefert.