Definition
Die Schätzung der Fahrzeugpose (Position und Orientierung) in einem gewählten Bezugssystem, erzeugt durch Fusion von GPS/GNSS, Trägheitssensoren, Odometrie, Kamera-/Lidar-Beobachtungen und Kartenpriors zur Unterstützung von Navigation und Regelung.

Prinzip

Prinzip
Fusioniere heterogene Messungen mit einem Zustandsfilter oder -smoother, um eine bestmögliche Pose-Schätzung und die zugehörige Unsicherheit auszugeben und dabei Rahmenkonsistenz und Zeitabstimmung für nachgelagerte Module zu wahren.

Demonstration

Demonstration
Ein Fahrzeug nutzt RTK-GNSS wenn verfügbar, ergänzt es bei GNSS-Ausfällen durch IMU-Integration und visuelle Odometrie und stimmt die resultierende Pose mit einem Partikelfilter an einer HD-Karte ab, um spurgenaue Genauigkeit im urbanen Korridor zu erhalten.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
GNSS-Fixes als exakt anzusehen und Multipfad oder Ausfälle nicht zu berücksichtigen, was zu plötzlichen Sprüngen in der geschätzten Pose und inkonsistenten Regelbefehlen führen kann.

Konsequenz

Konsequenz
Genaues, gut kalibriertes Lokalisieren ermöglicht zuverlässiges Spurhalten, sicheres Bahnfolgen, präzise Geofencing-Trigger und konsistente Sensor-zu-Karten-Zuordnungen, die für ADAS und Autonomie essenziell sind.

Umkehrung

Umkehrung
Relatives Bewegungs-Tracking, das nur inkrementelle Verschiebungen meldet ohne Bezug zu einem globalen oder lokalen Rahmen, wodurch Langzeitkonsistenz und Kartenabgleich eingeschränkt werden.

Abgrenzung

Abgrenzung
Umfasst die Pose-Schätzung und Unsicherheit der Fahrzeugkarosserie; stellt nicht allein persistente SLAM-Karten, Fahrereinschätzungen oder Langzeit-Änderungserkennung der Umgebung bereit, kann diese Systeme jedoch speisen.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Unterscheidet sich von Mapping: Lokalisierung beantwortet 'Wo bin ich?' relativ zu einem Rahmen, Mapping beantwortet 'Was ist hier?'; beide sind verknüpft, aber konzeptionell verschieden.

Synthese

Synthese
Fahrzeuglokalisierung fusioniert komplementäre Sensoren und Priors zu einer zeitgestempelten, unsicherheitsbewussten Pose-Schätzung in einem gewählten Rahmen und bildet damit das räumliche Rückgrat für Steuerung und Szenenverständnis.