Definition
Die Gesamtheit von Sensoren, Sendern, Verkabelung, Prozessoren und Cockpit-Anzeigen, die die Menge (Volumen und/oder daraus abgeleitete Masse) des in jedem Tank und in der gesamten Luftfahrzeugversorgung mitgeführten Kraftstoffs messen, berechnen und anzeigen.

Prinzip

Prinzip
Die Menge mittels geeigneter Verfahren (Kapazitive Sonden, Schwimmerschalter, Widerstandsstäbe, optische Sensoren, Ultraschall- oder Wägezellmessungen oder Integration von Durchflussmessern) ableiten oder messen und Temperatur-, Dichte- und Kalibrierungs-Kompensationen sowie Redundanz anwenden, um genaue, zeitnahe Anzeigen zu liefern.

Demonstration

Demonstration
Ein Verkehrsflugzeug verwendet mehrere kapazitive Sonden in jedem Flügeltank, mit einer zentralen Verarbeitungseinheit, die Kapazitätswerte in Volumen umrechnet, Kraftstofftemperatur- und Dichtheitskorrekturen anwendet, Tank- und Gesamtmengen auf dem Cockpit-MFD anzeigt und Abweichungswarnungen gegenüber Flugplanprognosen liefert.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Sich auf eine einzelne Sondenmessung verlassen, ohne bei bekannten Sensorausfallmodi abzugleichen, oder eine Kalibrierung ignorieren, die bei anderer Temperatur vorgenommen wurde, was zu erheblichen Fehlern bei der Kraftstoffmengenanzeige und falscher Reichweitenplanung führt.

Konsequenz

Konsequenz
Eine genaue Kraftstoffmengenanzeige ermöglicht verlässliche Flugplanung, rechtzeitige Tanktransfers, Verhinderung von Treibstofferschöpfung und frühzeitige Erkennung von Lecks oder Sensorfehlern; ungenaue Anzeige erhöht das Risiko von Treibstoffunterversorgung, unerwarteter Umleitung oder Notlandung.

Umkehrung

Umkehrung
Manuelle oder visuelle Betankungsmessung allein (z. B. Messstab, Sichtanzeigen) ohne kontinuierliche Instrumentierung oder Integration in Flugsysteme; geeignet für manche Leichtflugzeuge, aber unzureichend für komplexe Betriebsbedingungen, die In-Flight-Überwachung und Automatisierung erfordern.

Abgrenzung

Abgrenzung
Erfasst an Bord befindliche Instrumente und Verarbeitung, die die Kraftstoffmenge in Tanks und als Gesamtwert anzeigen; schließt Durchflussmesser aus, deren primärer Zweck die Verbrauchsrate ist (auch wenn sie als Redundanz genutzt werden können), und schließt bodengebundene Messungen während des Betankens aus, sofern sie nicht in die Bordanzeigelogik integriert sind.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Überlappt mit Durchflussmessung und Totalizer-Konzepten: Mengenanzeige misst gespeicherten Kraftstoff, Durchflussmesser messen Verbrauch; Spannung entsteht, wenn die verbleibende Ausdauer aus Verbrauchsintegration statt direkter Tankmessung abgeleitet wird.

Synthese

Synthese
Das Fuel Quantity Indication System ist die integrierte Mess‑ und Anzeigefähigkeit, die durch Kombination geeigneter Sensorik, Verarbeitung, Kalibrierung und Redundanz bestimmt und darstellt, wie viel Treibstoff an Bord ist — pro Tank und gesamt — damit Besatzungen und Systeme den Treibstoff sicher planen und handhaben können.