Definition
Eine tabellarische Zuordnung, die Flugregelungsanforderungen, Konstruktionsartefakte, Verifikationstests, Testergebnisse und verantwortliche Stellen verknüpft, um Abdeckung und Konformität für Audits und Zertifizierung nachzuweisen.

Prinzip

Prinzip
Pflege von Eins-zu-Eins- oder Eins-zu-Vielen-Verknüpfungen zwischen Anforderungskennungen und Evidenzartefakten, Aufnahme des Teststatus und von Hinweisen zu Rest-Risiken sowie Sicherstellung, dass die Matrix versioniert und projektlebenszyklusweit überprüfbar ist.

Demonstration

Demonstration
Beispielzeile: Anforderung FC-REQ-102 (Pitch-Stabilität beim Landeflare) → Entwurf: nichtlinearer gain-scheduled Controller v2.1 → Verifikation: HIL-Test T-HIL-45, Flugtest FT-13 → Ergebnisse: HIL bestanden, FT randständig bei hoher Masse; Maßnahme: zusätzliche Gain-Scheduling-Anpassung und Nachtest geplant; Verantwortlicher: Leiter Regelungssysteme.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Die Matrix als statische Checkliste zu verwenden, die nicht mit Testergebnissen aktualisiert wird, oder Verknüpfungen zu Analysen statt zu ausführbaren Testevidenzen zu belassen, was zu scheinbaren Abdeckungsfehlern oder irreführenden Konformitätsaussagen führt.

Konsequenz

Konsequenz
Eine gepflegte Konformitätsmatrix ermöglicht eine schnelle Darstellung der Abdeckung gegenüber Regulatoren und internen Stakeholdern, macht nicht abgedeckte Anforderungen sichtbar und fokussiert Korrekturmaßnahmen dort, wo Evidenz schwach oder nicht vorhanden ist.

Umkehrung

Umkehrung
Ein fragmentierter Aufzeichnungsansatz, bei dem Anforderungen, Tests und Ergebnisse separat gespeichert werden, ohne eine abgleichende Karte, was es schwierig macht, eine durchgehende Abdeckung nachzuweisen.

Abgrenzung

Abgrenzung
Dient der Dokumentation von Nachverfolgbarkeit und Evidenz für Regelungsanforderungen und deren Verifikation; ist nicht das primäre Repository für Rohtestdaten, Testverfahren oder Konfigurationsmanagement (obwohl es auf diese Quellen verweist).

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Überlappt mit Requirements-Traceability-Matrizen und Konfigurationsmanagement-Aufzeichnungen; Spannungen entstehen bei der Festlegung des Detaillierungsgrads (pro Anforderung vs. pro Fähigkeit) und bei der Entscheidung, Pass/Fail oder qualitativen Status anzuzeigen.

Synthese

Synthese
Ein lebendes Traceability-Artefakt, das Anforderungskennungen, Designrevisionen, Verifikationsaktivitäten, Ergebnisse und Verantwortlichkeiten konsolidiert, sodass die Konformitätslage sichtbar, prüfbar und handlungsfähig ist, wobei verbleibende Unsicherheiten anerkannt werden.