Definition
Explizite, messbare Schwellenwerte, Grenzwerte und Bedingungen, die vom Einkäufer oder der Fachabteilung definiert werden und festlegen, ob ein getestetes Lieferantenbauteil bei Prüfungen und Inspektionen akzeptiert, bedingt akzeptiert oder abgelehnt wird.

Prinzip

Prinzip
Objektive Akzeptanzkriterien beseitigen Mehrdeutigkeiten bei Annahme/Ablehnung und verknüpfen Prüfergebnisse mit vertraglichen und technischen Anforderungen.

Demonstration

Demonstration
Beispiel: Akzeptanzkriterien für eine Leiterplattenbaugruppe beinhalten Lötstellenwiderstand ≤ 50 mΩ, maximal ein kosmetischer Lötfehler pro Platine und erfolgreicher Betrieb bei 70 °C über 72 Stunden; Prüfergebnisse werden mit diesen Grenzwerten verglichen, um die Annahme zu entscheiden.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Akzeptanzkriterien vage (z. B. 'entspricht den Erwartungen') oder willkürlich nachsichtig zu definieren, so dass fehlerhafte Bauteile akzeptiert werden und die Produktzuverlässigkeit untergraben wird.

Konsequenz

Konsequenz
Gut definierte Kriterien ermöglichen konsistente Inspektionen, vereinfachen die Lieferantenkommunikation und bilden die Grundlage für Korrekturmaßnahmen und Leistungskennzahlen bei Abweichungen.

Umkehrung

Umkehrung
Subjektives oder prozessorientiertes Urteil ohne numerische Schwellenwerte — das Gegenteil ersetzt objektive Pass/Fail-Kriterien durch ad-hoc-Entscheidungen.

Abgrenzung

Abgrenzung
Definiert Annahme-/Ablehnungsgrenzen für Prüfungen und Inspektionen; legt nicht die Prüfmethode selbst, die Ursachenbehebung oder weitergehende vertragliche Sanktionen fest.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Spannung zwischen engen Akzeptanzkriterien, die Risiken senken aber Nacharbeit erhöhen, und lockereren Kriterien, die die Produktion erleichtern aber die Zuverlässigkeit gefährden; Kosten, Zeitplan und Sicherheit müssen abgewogen werden.

Synthese

Synthese
Akzeptanzkriterien zur Lieferantenbauteilfreigabe sind die expliziten, numerischen oder kategorialen Schwellen, die gemessene Prüfdaten in handlungsfähige Annahme/Ablehnung-Ergebnisse überführen und nachfolgende Qualitätsmaßnahmen steuern.