Definition
Die Menge objektiver, messbarer Schwellenwerte und Bedingungen, die zur Beurteilung von Bestehen/Nichtbestehen bei Korrosionsprüfungen und Inspektionen verwendet werden; kann zulässigen Prozentanteil korrodierter Fläche, maximale Lochkorrosionstiefe, Masseverlustgrenzen, Beschichtungsversagensmodi, elektrochemische Schwellenwerte und Inspektionsintervalle umfassen, bezogen auf spezifische Prüfmethoden.

Prinzip

Prinzip
Akzeptanzkriterien müssen quantitativ und rückverfolgbar zu Leistungsanforderungen oder Risikotoleranzen sein und so gewählt werden, dass Prüfergebnisse klare, umsetzbare Entscheidungen ermöglichen; sie sollten Erkennungs­sensitivität und Fertigungspraktikabilität ausbalancieren und gegen die erwarteten Dienstfolgen begründet werden.

Demonstration

Demonstration
Ein Akzeptanzkriterium könnte vorgeben, dass nach einer definierten zyklischen Korrosionsbelastung ein lackiertes Luftfahrtblech maximal 2 % Scribe‑Creep aufweisen darf und keine durchgehende Korrosion mit mehr als 0,1 mm Pittiefe an den geprüften Stellen zeigt; ein Versagen löst Nacharbeit oder Chargenabweisung gemäß Verfahren aus.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Willkürliche oder übermäßig strenge numerische Grenzwerte ohne Bezug zum Einsatzrisiko festzulegen oder Kriterien so nachsichtig zu wählen, dass bedeutende Verschlechterungen akzeptiert werden — beides untergräbt den Nutzen für Sicherheit, Zuverlässigkeit oder Kostenkontrolle.

Konsequenz

Konsequenz
Gut definierte Akzeptanzkriterien führen zu konsistenten Bestehens-/Nichtbestehensentscheidungen, ermöglichen objektive Lieferantensteuerung und erlauben statistisch fundierte Chargenentscheidungen und technische Abwägungen.

Umkehrung

Umkehrung
Ohne Akzeptanzkriterien werden Inspektionen subjektiv, inkonsistent und revisionssicher nicht zu rechtfertigen; das Gegenteil ist ein ad‑hoc Urteil, das je nach Prüfer und Kontext variiert.

Abgrenzung

Abgrenzung
Akzeptanzkriterien gelten speziell für definierte Prüfungen, Inspektionen oder Stichprobengrößen; sie legen nicht selbst Prüfmethoden fest und ersetzen weder Konstruktionsleistungsanforderungen noch Ziele für die Feld‑Zuverlässigkeit.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Es besteht Spannung zwischen sicherheitsorientierten, konservativen Kriterien und solchen, die auf Ausbeute und Kosten optimiert sind; außerdem überschneiden sie sich mit Leistungsanforderungen (konstruktionsgetrieben) und Inspektionsgrenzen (messbetriebsgetrieben).

Synthese

Synthese
Akzeptanzkriterien sind quantifizierte, dokumentierte Grenzwerte für korrosionsbezogene Prüfungen und Inspektionen, die gemessene Schädigung mit expliziten Entscheidungen verknüpfen und dabei Sicherheit, Zuverlässigkeit und Herstellbarkeit im Kontext der gewählten Methoden ausbalancieren.