Definition
Eine Reihe spezifischer, messbarer Schwellenwerte und Bedingungen, die bestimmen, ob die Crash‑Leistung eines Fahrzeugs oder Teilsystems akzeptabel ist; Kriterien beziehen sich typischerweise auf Ergebniskennwerte (Strukturintrusion, Insassenkinematik, Verletzungskennwerte), erforderliche Messmethoden und Bestehensregeln.

Prinzip

Prinzip
Abnahmekriterien müssen eindeutig, messbar und auf Anforderungen rückverfolgbar sein sowie so strukturiert werden, dass sie objektive Bestehen/Nichtbestehen‑Entscheidungen unter den vom Verifikationsprotokoll definierten Bedingungen ermöglichen.

Demonstration

Demonstration
Ein Kriterienblatt kann festlegen: maximale Innenraumintrusion ≤ X mm; Spitzenverzögerung unter Y g für angegebene Masse; Verletzungskennwert (z. B. HIC) < Z; alles gemessen mit definierten Sensoren, Filterung und Prüfbedingung.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Vage Formulierungen (z. B. «akzeptable Deformation»), einzelne aggregierte Kennzahlen, die kritische Versagensmodi verschleiern, oder Kriterien, die die Messmethoden ignorieren, führen zu inkonsistenten oder irreführenden Beurteilungen.

Konsequenz

Konsequenz
Klare Abnahmekriterien ermöglichen konsistente Entscheidungen der Prüfteams, automatisierte Auswertung von Prüfergebnissen und liefern prüfbare Bestehens‑/Nichtbestehensbelege für Qualifikation oder Maßnahmenplanung.

Umkehrung

Umkehrung
Aspirative Zielvorgaben statt fester Abnahmeschwellen schaffen Mehrdeutigkeit — Designziele leiten die Entwicklung, erlauben aber keine objektive Verifikation, wenn sie nicht in Abnahmekriterien überführt werden.

Abgrenzung

Abgrenzung
Definiert Ergebnisschwellen für spezifische Prüfbedingungen; legt nicht die detaillierte Prüfablaufbeschreibung fest (dies regelt das Verifikationsprotokoll) und ersetzt nicht automatisch regulatorische Zertifizierungsgrenzen ohne explizite Abstimmung.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Spannung besteht zwischen als regulatorische Grenzwerte formulierten Kriterien und internen Leistungszielen zur Optimierung — erstere müssen binär und prüfbar sein, letztere können probabilistisch oder indikativ sein.

Synthese

Synthese
Abnahmekriterien für Crash‑Leistung sind die messbaren Bestehensregeln, die Sicherheitsanforderungen in explizite Schwellen und Bedingungen übersetzen und so eine objektive Bewertung von Crashtestergebnissen ermöglichen, wenn sie zusammen mit einem geeigneten Verifikationsprotokoll angewendet werden.