Definition
Ein tabellarisches Artefakt, das Softwarekomponenten, Schnittstellen und Build-Elemente den anwendbaren Sicherheits-, Regulierungs- und Ingenieursanforderungen, Tests und deren Ausführungsstatus zuordnet; dient dazu, die Konformität während der Softwareintegration in ein Luftfahrt- oder Fahrzeugsystem nachzuweisen und zu verfolgen.
Prinzip
Prinzip
Sicherstellung klarer, bidirektionaler Rückverfolgbarkeit zwischen Anforderungen, Integrationsverifikationsaktivitäten und Nachweisen, sodass jede Konformitätsaussage nachvollziehbar, verantwortlich zugewiesen und während des Programmlebenszyklus aktualisierbar ist.
Demonstration
Demonstration
In einem Flugsteuerungsprojekt eine Matrix, die Zeilen für jedes Softwaremodul und jede Schnittstelle enthält und Spalten für Anforderungs-ID, Quellstandard (z. B. DO‑178C/ISO 26262‑Abschnitt), zugewiesene Prüfprozedur, Prüfdatum, Prüfer, Ergebnis (Bestanden/Nicht Bestanden/Ausnahmeregelung) und Abschlussbemerkungen; Prüfer filtern die Matrix, um offene Nichtkonformitäten vor Eintritt in Systemtests anzuzeigen.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Die Matrix als statische Checkliste zu behandeln, die nur an Meilensteinen ausgefüllt wird, oder sie mit einer Risiko-Matrix zu verwechseln; das verschleiert vorübergehende Integrationsprobleme und verhindert rechtzeitige Korrekturen.
Konsequenz
Konsequenz
Wenn sie aktuell und autoritativ gehalten wird, ermöglicht die Matrix eine schnelle Lückenanalyse, Auditbereitschaft, priorisierte Korrekturmaßnahmen und klare Verantwortlichkeit für ungelöste Integrationskonformitätsfragen.
Umkehrung
Umkehrung
Eine Nichtkonformitätsmatrix, die nur festgestellte Integrationsfehler dokumentiert, ohne sie mit Anforderungen, Eigentümern oder Korrekturmaßnahmen zu verknüpfen; sie weist Probleme nach, zeigt aber nicht den Behebungsstatus.
Abgrenzung
Abgrenzung
Bezieht sich auf Nachweise und Rückverfolgbarkeit der Softwareintegrationskonformität; ersetzt nicht die System-Sicherheitsanalysen, detaillierte Prüfverfahren oder Konfigurationsmanagement-Werkzeuge, obwohl sie auf diese verweist; hardwarebezogene Artikel sind nur insoweit enthalten, als sie Software-Schnittstellen betreffen.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Wird oft mit einer Anforderungs-Rückverfolgbarkeitsmatrix oder einer Konfigurationsmatrix verwechselt; die Konformitätsmatrix legt speziell Gewicht auf Prüfstatus, Ausnahmeregelungen und Integrationsverantwortung statt nur auf Anforderung‑zu‑Design‑Verknüpfungen.
Synthese
Synthese
Eine lebendige Tabelle, die Softwareelemente, die anzuwendenden Regeln, durchgeführte Verifikationsaktivitäten und den aktuellen Status (Bestanden/Nicht Bestanden/Ausnahmeregelung) zusammenführt, um einen autoritativen, prüfbaren Integrationskonformitätsstatus bereitzustellen.