Definition
Ein strukturiertes, phasenhaftes Rahmenwerk zur Planung und Steuerung von Produkt- und Prozessqualität während Entwicklung und Markteinführung, damit Kundenanforderungen zum Produktionsstart erfüllt werden.

Prinzip

Prinzip
Verwendung eines Phasen-Gate-Ansatzes: Planung, Produktentwurf und -entwicklung, Prozessentwurf und -entwicklung, Produkt-/Prozessvalidierung sowie Feedback/Korrekturmaßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung.

Demonstration

Demonstration
Beispiel: APQP-Aktivitäten für ein neues Fahrzeugsystem umfassen bereichsübergreifende Planung, DFMEA und PFMEA, Kontrollplan, Prototypentests, Pilotläufe, Prozessfähigkeitsstudien und Produktionsfreigabeprüfungen.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
APQP als reine Papierübung zu behandeln, DFMEA oder Kontrollplan zu überspringen oder Phasen so zu komprimieren, dass Risiken spät entdeckt werden und kostspielige Nacharbeiten entstehen.

Konsequenz

Konsequenz
Bei korrekter Anwendung erhöht APQP die Vorhersagbarkeit des Starts, reduziert Anfangsfehler, stimmt bereichsübergreifende Verantwortlichkeiten ab und verkürzt die Zeit bis zur stabilen Produktion.

Umkehrung

Umkehrung
Ein reaktiver Ansatz, bei dem Markteinführungen ohne APQP-Liefergegenstände erfolgen, was zu Brandbekämpfung, erhöhten Garantieansprüchen und instabiler Produktionsleistung führt.

Abgrenzung

Abgrenzung
APQP gilt für Neueinführungen und wesentliche Design-/Prozessänderungen; es ist nicht für geringfügige Routineänderungen gedacht, die über ECR/ECO oder Standardänderungskontrolle abgewickelt werden.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Teilt Liefergegenstände mit anderen Methoden (VDA, IATF); APQP ist der Planungs- und Steuerungsrahmen, während Artefakte wie PPAP den Nachweis der Produktionsreife liefern.

Synthese

Synthese
APQP ist die bereichsübergreifende Roadmap und Sammlung phasenhafter Liefergegenstände, die sicherstellen, dass Produkt- und Prozessentwürfe validiert und fähig sind, damit Kundenanforderungen beim Start erfüllt werden.