 ##  [Abtriebsübersetzung](/de/node/47543) 

 Definition

Das Übersetzungsverhältnis, das durch das Endantriebsaggregat (typischerweise Tellerrad‑ und Pinion‑Zahnrad im Achsantrieb oder das Getriebesatz im Transaxle) zwischen der Kardanwelle bzw. Getriebeausgangs- und den Rädern bereitgestellt wird, ausgedrückt als Eingangsumdrehungen pro einer Ausgangsumdrehung (z. B. 3,73:1).

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Das Ausgangsdrehmoment von Motor oder Getriebe durch die finale Reduktion multiplizieren, während die Drehzahl an den Rädern entsprechend reduziert wird; die Abtriebsübersetzung bestimmt die Drehmomentvervielfachung und beeinflusst Beschleunigung, Anhängelastfähigkeit und Höchstgeschwindigkeit in Verbindung mit Getriebeübersetzungen und Reifenumfang.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Ein Pickup mit einer Abtriebsübersetzung von 3,73 bedeutet, dass sich die Kardanwelle 3,73 Mal dreht, während sich ein Rad einmal dreht; verglichen mit 3,23 ergibt sich ein höheres Drehmoment an den Rädern und damit bessere Anfahr- und Zugfähigkeit, allerdings höhere Motordrehzahlen auf der Autobahn.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Die Abtriebsübersetzung mit dem Gesamtübersetzungsverhältnis zu verwechseln oder Änderungen des Reifendurchmessers nicht zu berücksichtigen, führt zu Fehleinschätzungen der Performance: Reifenänderungen verändern die effektive Abtriebsübersetzung und verfälschen Tacho- und Beschleunigungswerte.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Eine korrekte Wahl und Kenntnis der Abtriebsübersetzung führt zu vorhersehbaren Beschleunigungsmerkmalen, einer Übersetzung, die zu den vorgesehenen Last‑ oder Geschwindigkeitsbereichen passt, und zur richtigen Abstimmung auf das Motordrehmoment; falsche Wahl verschlechtert Verbrauch, Höchstgeschwindigkeit oder Anhängelastverhalten.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Eine 1:1‑Endübersetzung (Direktantrieb) bringt keine Reduktion in der letzten Stufe und überträgt das Getriebeausgangsdrehmoment direkt auf die Räder; solche Anordnungen erfordern stärkere Reduktionen stromaufwärts, um sinnvolles Radendrehmoment zu erzeugen.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Bezieht sich speziell auf die Reduktion, die vom finalen Getriebesatz oder Achsgehäuse angewendet wird; ausgenommen sind die einzelnen Getriebeübersetzungen, Differentialbauweisen (über das Übersetzungsverhältnis hinaus), Antriebsverluste und elektronische Drehmomentverteilungsmechanismen, die ebenfalls das Radendrehmoment beeinflussen.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Wird häufig mit dem Gesamtübersetzungsverhältnis oder der Getriebewahl vermischt; die Spannung liegt darin, ob Leistung über die einzelne Achsreduktion beschrieben wird oder als Produkt von Getriebe, Abtriebsübersetzung und effektiver Reifengröße.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Die Abtriebsübersetzung ist die Übersetzungszahl des Achsantriebs oder letzten Getriebeelements, die angibt, wie viele Eingangsdrehungen einer Radumdrehung entsprechen; sie ist ein vorrangiges mechanisches Mittel zur Einstellung der Rad-Drehmomentmultiplikation und der Geschwindigkeitscharakteristik eines Fahrzeugs in Kombination mit dem übrigen Antriebsstrang.